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Bereisungsschiff Ems 1934

Maßstab: 1:100 1:250
Bögen: 6 x A4 3 x A5
Teile: 315 - 524 161 - 345
Länge: 36 cm 14 cm
Preis: 19,- € 9,- €
	
Länge ü.A.		36,02 m
Breite			5,82 m
Tiefgang		~2,50 m
Geschwindigkeit 	12 kn
Maschinenleistung	430 PS

Die Ems wurde als Ersatz für den gleichnamigen Dampfer der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nordwest in Aurich gebaut. Die Bauwerft war die Jos. L. Meyer-Werft in Papenburg, die die Ems mit der Baunummer 396 auf Kiel legte. 1933 lief das Schiff dann vom Stapel, die Ablieferung an den Auftraggeber war 1934. Die damaligen Baukosten betrugen 130.000 Reichsmark.

In den vielen Dienstjahren der Ems erfolgen zahlreiche Umbauten und Modernisierungen. Zum Beispiel 1959 wurde das hölzerne Ruderhaus durch eins aus Aluminium ersetzt, 1960 bis 61 wurden die Mannschaftsunterkünfte erneuert und die Ems bekam eine neue Hauptmaschine, einen TRH 435 SU von MWM mit 430PS. Außerdem wurde der Maschinenraum Schallgedämmt. 1967 war die Ruderanlage dran, 1980 der hintere Teil vom Deck. 1999 wurde das Bordnetz von 110 Volt Gleichstrom auf 380 Volt Drehstrom umgestellt. Die Stromerzeugung läuft heute über einen Wellengenerator mit 16 kW und zwei Dieselgeneratoren mit 35 kW. Im Jahr 2002 wurde der gesamte Unterwasserteil des Vorschiffes ersetzt, was relativ kompliziert war, da der alte Rumpf noch genietet ist und der neue Teil geschweißt wurde. Das alte Vorschiff steht seit Juli 2006 vor dem Wasser- und Schifffahrtsamt in Emden.

Die Aufgaben eines Bereisungsschiffes sind die Kontrolle der Schifffahrtszeichen, Wahrnehmung und Überwachung strom- und schifffahrtspolizeilicher Aufgaben, das Erstellen von Peilplänen und Versorgungsfahrten zu den Seezeichen und Pegeln. Neben den 5 Mann der Stammbesatzung konnten bis zu 18 Gäste mitfahren. Diese fanden im großen Besprechungsraum auf dem Achterdeck Platz. Das Einsatzgebiet der Ems lag hauptsächlich im Küstenbereich zwischen der deutsch-niederländischen Grenze und der Wesermündung. Zu Veranstaltungen wie z.B. der Kieler Woche wurden aber auch weitere Fahrten unternommen. 2012 wurde die Ems stillgelegt, da der Bundesrechnungshof schon mehrfach den Betrieb des Schiffes mit Hinblick auf die hohen Instandhaltungskosten kritisiert hatte. Es gelang schließlich im Mai 2013 eine Lösung zu finden, mit der die Ems doch in Emden bleiben konnte. Das Schiff wurde dem eigens gegründeten Verein >Traditionsschiff Ems< für 10 Jahre zur eigenen Nutzung überlassen, dafür kommt der Verein für die Instandhaltung auf und stellt das Schiff der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung für mehrere Tage in Jahr zur Verfügung.

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