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Doppelendfähre UTHLANDE 2010

Ein sehr schön detaillierter Bogen einer modernen Fähre. Für Anfänger ist dieses Modell eher nicht geeignet, da sehr viele Kleinteile zu verarbeiten sind.

Als kleine Besonderheit ist die Brückeneinrichtung im Bogen enthalten, wer möchte kann also die Brückenfenster verglasen und die Brücke mit Steuerstand, Schreibtisch und Kaffeeküche bauen!

Passende Fahrzeuge zur Uthlande gibt es als Download.

Maßstab: 1:250
Bögen: 6 x A4 + Relingteile
Teile: 458 - 824
Länge: 30 cm
Preis: 22,- €
	
Heimathafen 	Wyk auf Föhr
Eigner 		Wyker Dampfschiffs-Reederei Föhr-Amrum
Bauwerft 	J.J.Sietas, Hamburg
Indienststellung 	15. Juni 2010
Länge 		75,88 m (Lüa)
Breite 		16,4 m
Tiefgang 	max. 1,85 m
Vermessung 	3.300 BRT
Besatzung 	6
Maschine 	4 Caterpillar 3508 Voith-Schneider-Antriebe
Leistung 	2.160 kW (2.937 PS)
Geschwindigkeit 12 kn (22 km/h)
Passagiere 	1.200
Fahrzeuge	75 PKW

Die Uthlande ist eine kombinierte Auto- und Personenfähre und die erste Doppelendfähre der der Wyker Dampfschiffs-Reederei Föhr-Amrum GmbH (W.D.R.). Sie war außerdem der erste Fährschiffsneubau für die W.D.R. seit 1995. Gebaut wurde die Uthlande 2009/2010 auf der Sietas-Werft in Hamburg-Neuenfelde. Die Indienststellung war am 15. Juni 2010 in Wyk auf Föhr, seitdem verkehrt sie zwischen Dagebüll, Wyk auf Föhr und Wittdün auf Amrum. Sie ist das 5. Schiff mit diesem Namen bei der WDR, und ersetzt die alte Uthlande von 1980. Im Dezember 2011 wurde das fast baugleiche Schwesterschiff Schleswig-Holstein in Dienst gestellt.

Die Kapazität der Uthlande ist bei fast gleicher Größe gegenüber den älteren Fähren deutlich erhöht. So hat die Fähre fünf statt vier Spuren zum Transport von Kraftfahrzeugen, außerdem hat sie ein größeres Sonnendeck. Dieses wird zwar durch das große Ruderhaus geteilt und eine Hälfte des Decks liegt teilweise im Schatten, jedoch spendet der Aufbau auch einen gewissen Windschatten.

Eine große Veränderung duch die neuen Schiffe war, dass das Ein- und Ausschiffen der Fahrgäste seit dem nicht mehr über das Fahrzeugdeck läuft, sondern über barrierefreie Fußgängerrampen. Diese Rampen mussten zunächst in den Häfen gebaut werden, sie werden aber nun auch für die beiden älteren Fähren Nordfriesland und Rungholt verwendet, und tragen sehr zum Komfort der Fahrgäste bei.

Das wirklich Besondere an der Uthlande ist aber ihr innovatives Design: Zunächst einmal ist die Fähre ein echter Doppelender, d.h. es gibt keine Unterschiede zwischen Bug und Heck, bzw. eine bevorzugte Fahrtrichtung, so dass sie nicht mehr im Hafen drehen muss. Der Voith-Schneider-Antrieb mit 4 unabhängigen Motor/Propeller-Einheiten verleiht ihr sehr gute Manövriereigenschaften, so kann die Uthlande z.B. auch seitwärts fahren oder auf der Stelle drehen. Beim Design der Fähre, das komplett in den Händen der Reederei lag, wurde sehr viel Wert auf hohe Effizienz und Umweltschutz gelegt. So braucht die Uthlande z.B. kein extra Ballastwasser, da ihre Bunkertanks für den Trimm ausreichen. Die älteren Fähren benötigen eine Ballastmasse von ca.100 Tonnen. Außerdem wurde durch die Verwendung von Spezialstahl der komplette Rumpf leichter, was Tiefgang und damit den Treibstoffverbrauch senkt. Der geringe Tiefgang der Fähre trägt außerdem sehr zur Fahrplanstabilität bei, so kann die Uthlande auch bei Niedrigwasser ihre Kapazität ausnutzen.

Die Reederei verzichtet in ihrer gesamten Flotte schon seit sehr vielen Jahren auf die Verwendung von schädlichem weil schwefelhaltigen Schweröl, und verwendet teureren Diesel zugunsten der geringeren Emissionen ihrer Schiffe. Im April 2011 bekam die Uthlande schon den Ship Pax Award für ihr innovatives Konzept. 2013 bekamen die beiden Fähren Uthlande und Schleswig-Holstein dann den Blauen Umweltengel für umweltfreundliches Schiffsdesign verliehen, den sie seitdem als großes Logo am Aufbau tragen dürfen. Diese Kategorie des Blauen Engels gibt es erst seit 2010, und umfasst unter Anderem Bereiche wie: Korrosionsschutzverfahren am Rumpf ohne Zinkanoden, spezieller Auflagen für die Abfall- und Abwasserbehandlung und die Behandlung von Bilgenwasser, den Schutz der Treibstofftanks durch eine Doppelhülle, eine erhebliche Reduktion der Stickoxidemissionen und vieles mehr. Über die gesetzlichen Vorgaben geht dieser Katalog weit hinaus. Ziel der neuen Umweltzeichenkategorie ist es, die Reedereien "für die Umsetzung möglichst vieler Umweltinnovationen zu gewinnen und damit bestehendes technisches Potential zum Schutz der Umwelt bestmöglich zu erschließen." Im Fall der WDR und der Uthlande hat das sogar schon im Vorlauf funktioniert: Obwohl der Kriterienkatalog noch gar nicht vorlag als die Uthlande geplant wurde, konnte sie ohne große Anpassungen für den Umweltengel zertifiziert werden.

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