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Eisbrecher Liebe 1912

Die Pläne für dieses Modell habe ich in einen alten Architektur-Zeitschrift gefunden. Sehr viel ist über die Geschichte der 'Liebe' nicht zu erfahren. Aber die Tatsache, dass es sie von der Weichsel bis nach Langeoog verschlagen hat, und ihr Umbau zum Passagierdampfer machen sie zu einem spannenden Projekt. Ich hoffe sehr noch Unterlagen über den Umbau zu finden und die 'Liebe' auch in Ihrem späteren Aussehen als 'Pionier' bauen zu können.

Ein Warnhinweis muss allerdings sein: das 1:250 Modell ist mal wieder nichts für Anfänger, leider :-(
Die 'Große' ist ein schönes, stellenweise anspruchsvolles Modell geworden. Es hat Potential zum Supern, aber ist auch 'out of the box' ein Hingucker.

Maßstab: 1:100 1:250
Bögen: 5 x A4 1 x A4
Teile: 232 - 270 136 - 162
Länge: 42,5 cm 17 cm
Preis: 18,- € 9,- €
	
Baujahr: 1910
Bauwerft: J. W. Klawitter, Danzig
Bau-Nr.: 349
Länge: 49,80 m
Breite: 8,70 m
Tiefgang: 1,40 m
Tonnage: 131,5 t
Maschinenleistung:2 x 220 Psi
2x 3Zyl.- 3fach Expansionsmaschinen
2 Schrauben
Fahrgäste: 610 Pers.

Die Liebe wurde 1910 in Danzig für die Königliche Weichsel-Strombauverwaltung gebaut. Die ersten 9 Jahre war die Liebe als Eisbrecher in einer große Flotte von mindestens 15 Dampfern im Einsatz um die Weichsel zwischen Danzig z.B. dem Holzhafen Thorn auch im Winter schiffbar zu halten.

Ab 1919 diente sie in der Weichselschutzflotille, bis zum 15.4.1920 als diese vermutlich aufgelöst wurde. Die Liebe wechselte nach Stettin zum Reichswasserschutz. Diese ist eine Art Vorläufer der Wasserschutzpolizei und existierte zwischen 1919 und 1931.

Die nächste Station der Liebe war Stralsund. Dort wurde sie 1930 auf der Werft August Prätz zu einem Fahrgastschiff umgebaut. Um dann die nächsten Jahre im Hiddenseeverkehr zu fahren. Zuerst für die Reederei Staude, später für die Genossenschaftsreederei Hiddensee mit Sitz in Vitte.

Die Reederie G. Stahlberg holte die Liebe 1935 nach Magdeburg, von wo aus sie nun unter dem Namen Pionier für Passagierfahrten auf der Elbe eingesetzt wurde.

1938 kan die Liebe dann in ihren letzten Heimathafen, nach Langeoog. Zuerst wurde sie dort weiter im Passagierverkehr eingesetzt, später im zweiten Weltkrieg zur Frachfähre umgebaut. Bis zu Ende der 40er Jahre fuhr sie noch als Fähre, Frachter und Eisbrecher, dann lag sie noch einige Jahre auf, bevor sie 1952 auf Langeoog verschrottet wurde.

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