Leuchtturm Roter Sand /Deutsche Bucht









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Das Modell vom Roten Sand ist schon eine ältere Konstruktion von mir. Ich hatte gehofft mal hinzukommen um Fotos für eine schöne Fotografikoberfläche zu machen - aber irgendwie wa da immer der Wurm drin. Das kleine Modell in 1:250 sieht auch mit der Computergrafik richtig gut aus. Im Vergleich zu den anderen Türmen vielleicht ein bisschen Retro... aber schön! Der Große muß halt noch etwas auf die Veröffentlichung warten.

Maßstab: 1:100 1:250
Bögen; 1 x A4
Teile: noch nicht
Größe: erhältlich 12 cm
Preis: 6,- €
	 										
Position:     53° 51'N 008° 05'O
Baujahr:      1883-85
Bauwerkshöhe: 28 m 
Feuerhöhe:    24 m (über Mittelwasser)
Tragweite:    10 sm (weiß)

Im Jahr 1878 wurde die Befeuerung der Untiefe Roter Sand geplant. Zunächst sollte hier nur ein Feuerschiff ausgelegt werden, da sich aber auf der nur 8m tiefen Sandbank gerne mal eine heftige See aufbauen kann wurde der Plan verworfen. Stattdessen sollte ein Leuchtturm auf einem festen Fundament im Wasser errichtet werden, ein für seine Zeit technisch sehr anspruchsvolles Vorhaben.

Der Leuchtturm ist auf einem Caisson oder Senkkasten errichtet, der 14m Tief in den Meeresboden eingegraben wurde. Dazu wird im Inneren des Caissons ein Überdruck erzeugt, der das Wasser fernhält, während Arbeiter den Sand unter dem Caisson wegschaufeln. So rutscht der Caisson langsam tiefer in den Meeresboden, später wird er mit Beton verfüllt. Der erste Versuch einen Senkkasten zu installieren war 1881 noch ein Fehlschlag, erst der zweite Versuch 1883 war erfolgreich.

Am ersten November 1885 ging der Leuchtturm in Betrieb. Drei Leuchtturmwärter hatten Anfangs mehrere Monate am Stück auf dem Turm Dienst, später wurde auf einen 14-tägigen Wachrhythmus umgestellt. Die Lebensbedingungen auf dem Turm waren sicherlich nicht einfach. Bis 1964 war Roter Sand einer der wichtigsten deutschen Leuchttürme, dann aber wurde die Aufgabe als Ansteuerungsmarke vom neu gebauten Leuchtturm Alte Weser übernommen, auch die Besatzung zog dorthin ab. Das Quermarkenfeuer bleib ihm allerdings noch erhalten. 1974 wurde der Abriss geplant, es gelang jedoch den Turm 1982 unter Denkmalschutz zu stellen. Dabei hat sicherlich seine Symbolkraft für die Auswanderer eine Rolle gespielt. Für die vielen Menschen, die über Bremen nach Amerika gefahren sind, war Roter Sand immerhin das letzte bisschen Heimat das sie zu sehen bekamen.

Dank des Vereins Rettet den Leuchtturm Roter Sand wurde 1987 der inzwischen sehr marode Turm für 1,2 Millionen DM saniert. Vor allem das Fundament war in einem sehr schlechten Zustand. In einer spektakulären Aktion wurde eine 100 Tonnen schwere Stahlmanschette über den Turm gehoben, die den Caisson umschließt und stützt. Seit 1999 konnte der Turm zeitweise besichtigt werden, sogar Übernachtungen und Trauungen waren auf Roter Sand möglich. Ob aktuell Besuche möglich sind, ist nicht bekannt.

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