Seefeuer Kampen /Insel Sylt









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Modell und Original

Der Leuchtturm zusammen mit dem Ensemble von Wärterhäusern ergibt ein schönes kleines Modell in 1:250. In 1:100 wird es leider zu groß. Der Schwierigkeitsgrad liegt zwischen mittel und hoch: Es gibt einen zweiten Turmschaft mit aufgedruckten Antennen, so dass man die vielen Antennen die der Turm heute trägt nicht ausschneiden muß. Außerdem sind hier wieder diverse Folienteile enthalten, die wahlweise verbaut werden können.

Maßstab: 1:250
Bögen; 3 x A4 + Folie
Teile: 69 - 115
Größe: 18 cm
Preis: 9,- €
	 										
Funktion:        See- und Orientierungsfeuer
Position:        54°56'49''N - 08°20'31''E 
In Betrieb seit: 1.3.1856 
Turmhöhe:        40 m
Feuerhöhe:       62 m 
Kennung:         Blk. - 10 s 
(= 3 Sekunden hell, 7 Sekunden dunkel)
Tragweite:       weiß 20 sm / rot 16 sm

Als der erste Sylter Leuchtturm geplant wurde, war die Insel noch dänisch. So war der dänische König Friedrich VII. der Bauherr, und seine Initialen zieren noch heute die Turmfront. Als Standort für den Leuchtturm Kampen, der damals noch Rothes Kliff hieß, wurde die Brönshöhe mit einer Höhe von 104 Fuß über den mittleren Hochwasser gewählt.

Als Fundament dienen dem Turm 10 Lagen Klinkersteine, die auf einer 2,6 m dicken Lage aus Findlingen ruhen. Der Turm besteht aus Klinkermauerwerk mit einer Wandstärke an der Basis von 1,67 m. Selbst oben ist es noch 90 cm stark. Die gelben Klinker stammen von der Insel Bornholm. Die Laterne ist eine Stahlkonstruktion mit Kupferdach, darin steht eine 2,6 m hohe Fresnelsche Gürtellinse, die 1855 die größte ihrer Art war, und sogar auf der Pariser Weltausstellung als „herausragende Innovation für das Leuchtfeuerwesen“ gezeigt wurde. Zuerst leuchtete das Feuer mit Rüböldochtlampen, ab 1880 mit Petroleum und seit 1929 elektrisch. Seit 1995 dient eine 230V / 400 W Halogen-Metalldampflampe als Lichtquelle. Die Ursprüngliche Kennung der Leuchtturms war ein Mischfeuer, dass alle 4 Minuten aufloderte. Sie wurde durch Umlaufprismen erzeugt, die durch ein Uhrwerk angetrieben wurden. Seit 1936 sorgen elektrisch angetriebene Umlaufblenden für die Kennung. Heute zeigt Kampen ein Blinkfeuer mit 10 Sekunden Wiederkehr.

Nach Nordosten zeigt der Leuchtturm Kampen einen roten Warnsektor, der zwischen 1913 und 1974 im Quermarkenfeuer Rotes Kliff untergebracht war. Auch das Aussehen des Turmes hat sich im Laufe der Zeit verändert. Erst 1953 erhielt er seinen weißen Anstrich mit der schwarzen ‚Bauchbinde'. Anfangs war der Turm durch die verwendetet Klinker gelb, nur die Laterne war schwarz gestrichen. Später war der Turm in verschiedenen Braun- und Grautönen gestrichen, was allerdings der Erkennbarkeit bei schlechter Sicht nicht zuträglich war.

Nach 1875 wurde der Turmschaft mehrfach mit Eisenbändern versehen, da es zu statischen Problemen kam. Die erste große Sanierung war 1970 fällig, der Turm wurde mit einer Spritzbetonschalung versehen, da das Mauerwerk deutliche Schäden aufwies. Im Sommer 2005 wurde der Turm wieder komplett eingepackt um die Fassade zu erneuern. Dabei wurde auch der Montagekranz für die diversen neuen Antennen installiert. Der Turm dient seit 2005 als AIS-Station und damit der Schiffssicherheit, andere Antennen gehören z.B. zu Mobilfunknetzen. In den Häusern am Fuß des Turms wohnten früher die Leuchtturmwärter mit ihren Familien. Anfangs waren es noch drei Beamte, nach der Elektrifizierung nur noch einer, der auf dem Turm seinen Dienst versah. Seit 1977 ist der Turm ferngesteuert, die Häuser sind als Wohnhäuser vermietet. Seit 1974 ist das Ensemble denkmalgeschützt, und erst 1975 erfolgte der offizielle Namenswechsel in Leuchtturm Kampen.

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