Seefeuer Hörnum /Insel Sylt









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Der große Hörnumer Leuchtturm ist auch für unerfahrene Modellbauer geeignet, die Bauteile sind alle groß und einfach zu schneiden. Das einzig schwierige könnte die Treppe sein, alle anderen Kleinteile wie z.B. die zurückgesetzten Fenster und diverse Lüfterkästen können weggelassen werden. Für die Laterne und Reling liegen Folienteile bei. Der kleine Leuchtturm (in 1:250) ist etwas schwieriger zu bauen, da die Teile alle entsprechend kleiner sind. Zum 1:250er Bogen gehört außerdem das ehem. Unterfeuer Hörnum Odde. Dieses gibt es in der 1:100er Version einzeln. Geplant ist außerdem ein Bogen mit den Vorgängerbauten vom Unterfeuer.

Maßstab: 1:100 1:250
Bögen; 4 x A4 + Folie 1 x A4 + Folie
Teile: 58 - 94 74 - 94 (beide Türme)
Größe: 36 cm 14 cm / 5,5 cm
Preis: 12,- € 6,- €
	 										

Typ:          See- und Orientierungsfeuer
Nummer:       B1735
Position:     54°44'49''N – 08°17‘22''E 
Feuer:        4 Paraboldrehspiegel mit Blendringen
              250 W HQl-TS Gasentladungslampe
Kennung:      Fl (2) W 9 s
Bauwerkhöhe:  33,5 m
Feuerhöhe:    48 m  über MThw
Tragweite:    weiß 20 sm
In Betrieb:   seit dem 08.08.1907 

Als ab 1901 die Bäderdampfer der Ballin-Reederei Hörnum anliefen, brauchte der Hafen eine bessere Befeuerung um die Ansteuerung durch das gefährliche Vortrapptief zu erleichtern. Der Leuchtturm wurde dann 1906-1907 südlich des Ortes Hörnum auf der 17m hohen Weißen Düne errichtet. Als Fundament dient eine 70 cm starke massive Betonplatte, darauf steht der Sockel aus Stahlbeton.

Der Turm selbst besteht aus über 600 Einzelsegmenten aus Gusseisen, die von der Isselburger Eisenhütte am Niederrhein hergestellt wurden (Diese hat auch die Teile für die fast baugleichen Türme Büsum, Pellworm und Westerheversand geliefert). Die Segmente sind ca. 1m groß und wurden auf der Baustelle zusammengeschraubt. Das Laternenhaus besteht aus einer Stahlkonstruktion mit Stahlblechverkleidung und einem Kupferdach. Am 8.8.1907 wurde der Leuchtturm als See–, Orientierungs– und Oberfeuer in Betrieb genommen.

Die Richtfeuerlinie Hörnum Odde besaß im Laufe der Zeit 3 Unterfeuer. Das Erste stand auf einem 6m hohen Gittermast inmitten der Dünen auf der Hönum-Odde. Es wurde aber im Laufe der Zeit von den Dünen sozusagen verschluckt. 1939 wurde der Nachfolger in unmittelbarer Nähe gebaut, ein einfacher 7 m hoher Betonturm. In den 60er und 70er Jahren war dann soviel Land von der Odde weggespült worden, dass das Unterfeuer schließlich im März 1997 auf den Strand stürzte. Die Optik konnte man jedoch rechtzeitig in Sicherheit bringen. In der zeit kam dann auch das Gestell seines Vorgängers wieder zum Vorschein. Die Trümmer lagen noch einige Jahre am Strand, sind aber heute verschwunden.

Das jüngste Unterfeuer wurde 1979/80 gebaut. Es besteht aus einem 10,8 m hohen Stahlrohr mit aufgesetzter Laterne und Galerie. 1995 wurde es gelöscht weil die Richtfeuerlinie nicht mehr gebraucht wurde. Der Turm sollte erst abgerissen werden, seit 2003 dient er als Antennenträger für eine Radarstation des GKSS Forschungszentrums Geesthacht bzw. dem Institut für Küstenforschung. Die Radarmessungen dienen nicht nautischen Zwecken, sondern sollen Wellenhöhen, Wellenspektren und deren Laufrichtungen dokumentieren.

Zur Unterscheidung von anderen Leuchtfeuern sendet der LT Hörnum alle 9 Sekunden einen doppelten Blitz aus (Genauer: 0,42 +(2,58)+0,42+(5,58)s wobei die Werte in Klammern die Dunkelphasen sind). Erzeugt wird die Kennung durch drehende Parabolspiegel, die um 120° gegeneinander versetzt sind. Die Lichtquelle besteht aus zwei Halogen-Metalldampf-Lampen mit je 250 Watt. Am Anfang wurde eine elektrische Lichtbogenlampe verwendet, die bis zum Anschluss an das Stromnetz mit Dieselaggregaten betrieben wurde. Seit Ende 1977 wird das Feuer vom Wasser- und Schifffahrtsamt Tönning ferngesteuert.

Um 1930 herum war einige Jahre lang die Schule von Hörnum in der ersten Turm-Etage untergebracht. 2007 feierte das WSA eine große „Geburtstagsfeier“ für den Leuchtturm, und auch die Post feierte das Jubiläum mit einer 55 Cent Sondermarke. Als einziger Sylter Leuchtturm kann Hörnum auch besichtigt werden. Allerdings sollte man sich zu den Führungen rechtzeitig anmelden, da immer nur 10 Personen auf den Turm können. Außerdem befindet sich heute ein kleines Trauzimmer auf dem Turm, in dem regelmäßig Hochzeiten stattfinden.

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