Leuchttürme List Ost und List West /Insel Sylt









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Der Bogen enthält die beiden Leuchttürme des Lister Ellenbogens:den kleineren List West, und den etwas größeren List Ost mit der roten Bauchbinde. Außerdem sind noch zwei Grenzbaken im Bogen vertreten. Die Modelle haben eine sehr schöne leicht gealterte Farbgebung. Als 1:100 Modell können die Türme schon von etwas geübten Anfängern gebaut werden, die Kleinen (1:250er) sind wegen ihrer Größe eher als schwierig einzustufen.

Maßstab: 1:100 1:250
Bögen; 2 x A4 + Folie 1 x A5 + Folie
Teile: 49 - 80 27 - 74
Größe: 15 cm 6 cm
Preis: 9,- € 5,- €
	 										

	 	List West 	 	
Baujahr		1857				
Position	55°03'10''N - 08°24‘05''E
Turmhöhe	11 m				
Feuerhöhe	19 m				
Tragweite	weiß 14 sm, 			
		rot 11sm,  grün 10 sm 		

	 	List Ost
Baujahr		1857
Position	55°02'58''N - 08°26‘37,5''E
Turmhöhe	13 m
Feuerhöhe	22 m
Tragweite	weiß 15 sm
		rot 12 sm,  grün 11 sm

Um 1839 begannen die Dänen die Sylter Nordspitze und das Lister Tief mit Tonnen und Baken zu markieren. Zu dieser Zeit war die Insel noch dänisch (erst 1864 wurde Sylt preußisch), der Haupthafen war Munkmarsch und somit das Lister Tief die Hauptzufahrt zur Insel.

1852 wurde eine Leuchtbake am Standort des westlichen Turmes erbaut, die dann 1857 durch den Leuchtturm ersetzt wurde. Zur gleichen Zeit wurde auch List Ost gebaut und beide Türme wurden am 1.1.1858 in Betrieb genommen. Beide Türme bestehen aus verschraubten gusseisernen Platten - gefertigt in der Isselburger Hütte, die auch viele andere Eisen-Leuchttürme gebaut hat. Das Laternenhaus ist eine Stahlkonstruktion mit Kupferdach. Die Konstruktion der beiden Türme ist fast identisch, nur das List Ost etwa zwei Meter größer ist. Zur Unterscheidung trägt der größere Leuchtturm (List Ost) eine rote Bauchbinde während der kleinere Bruder ganz weiß ist.

Für die Unterscheidung bei Nacht sorgen unterschiedliche Kennungen, die bei beiden Türmen mit Umlaufblenden erzeugt werden. Das Licht wird heute von einer Metalldampflampe mit 250 W erzeugt. Bevor die Türme 1936 elektrisches Licht erhielten, wurde das Licht von einem selbstregulierenden Blaugasapparat erzeugt. List West hatte bis 1927 noch einen Petroleumglühlichtapparat. Von 1936 – 48 wurde der Strom mit Dieselaggregaten erzeugt, danach wurden die Türme an das öffentliche Stromnetz angeschlossen. Seit 1977 werden die Türme von Tönning aus ferngesteuert.

Die Optik in beiden Türmen besteht aus einer geschliffenen Gürtellinse (4. Ordnung) mit einer Brennweite von 280 mm und einer Höhe von 85 cm. Nautisch dienen die beiden Leuchttürme als Orientierungsfeuer, wobei List West einen Leitsektor für das Rømø Dyp zeigt, und List Ost einen Leitsektor für das Hoyer Dyp und eine Quermarke für das Lister Tief.

Statistisch sind die zwei auch noch besonders zu erwähnen: List West ist der nördlichste Leuchtturm Deutschlands (nur einige hundert Meter vom nördlichsten Punkt Deutschlands entfernt). Und zusammen sind sie die ältesten Gusseisernen Türme in Deutschland die noch in Betrieb sind. Und das sollen Sie hoffentlich auch noch eine Weile sein – nachdem die Dünenkante vor einiger Zeit schon so dicht an List Ost herangekommen war, dass schon über eine Umsetzung nachgedacht wurde, scheint die Gefahr des Absturzes vorerst nicht mehr zu bestehen. Von den Tagmarken in Form von großen signalroten Dreiecken stehen mehrere auf dem Ellenbogen. Sie zeigen den Verlauf der deutsch-dänischen Grenze zwischen Sylt und Rømø an.

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