Scituate oder Cedar Point Lighthouse /Scituate Harbour, Mass.









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Maßstab: 1:100 1:250
Bögen; 4 x A4 1 x A4
Teile: 32 - 45 30 - 64
Größe: 17 cm 7 cm
Preis: 13,- € 6,- €
	 										
Standort: 	Cedar Point, Scituate Harbour, Massachusetts
Position: 	42°12'17" N 70°42'57" W
Status: 	Aktiv, in Privatbesitz
Eigentümer: 	Scituate Historical Society
Baujahr: 	1811
Turmhöhe:	25 /50feet (7.6 / 12,2 m), 
Feuerhöhe:	70 feet (21 m) über dem Meeresspiegel
Optik: 		250 mm  Kunststofflinse seit 1991, 
		ursprünglich Spiegellampen, Fresnellinse 1855 - 1860
Kennung: 	weißes Blitzfeuer 15 sec. 
		urspr. Festfeuer weiß, zeitweise 2 Festfeuer weiß/rot
USCG-nummer: 	1-12275

Scituate Harbour ist eine geschützte Bucht südlich von Boston. Etwa um 1627 wurde die gleichnamige Stadt gegründet, der Name leitet sich vom Wampanoag-Wort 'satiut' für kalter Bach ab. Cedar Point ist eine Landzunge, die die Bucht im Norden abschließt.

1807 wurde in Scituate der Ruf nach einem Leuchtturm laut, der die schwierige Einfahrt in den flachen Hafen erleichtern sollte. Inzwischen hatte sich der Ort zu einem respektable Fischereistandort entwickelt. 1810 wurde der Bau eines Leuchtturms auf dem Cedar Point vom US Congress beschlossen. Schon 1811 war der Bau des Turms aus Granitblöcken mit hölzernem Wohnhaus, Ölkeller und Brunnen abgeschlossen. Der Bau kostete 3200 $.

In Dienst gestellt wurde der Turm jedoch nicht sofort, denn es gab Unstimmigkeiten, wie eine Verwechslungen von Scituate von dem älteren Boston Light vermieden werden könnten. Am 1. April 1812 ging der Turm dann mit einem weißen Festfeuer in Dienst. Dafür bekam der Bostoner Leuchtturm ein Blinklicht, was in der Folge viele Seeleute in die Irre führte. Nach dem Umbau 1827 bekam der Turm zusätzlich ein rotes Licht in den tiefer liegenden Fenstern. Aber auch das brachte nicht den gewünschten Erfolg, da die beiden Lichter in der Entfernung verschmolzen.

Die bekannteste Geschichte im Zusammenhang mit Cedar Point betrifft den ersten Wärter Simeon Bates, der mit seiner Frau Rachel und neun Kindern bis zu seinem Tod mit 99 Jahren auf Cedar Point lebte und arbeitete. Die Legende der "Army of two" erzählt wie 1814 seine zwei Töchter Rebecca and Abigail alleine ein marodierendes englisches Schiff vertrieben haben sollen, weil sie mit Trommel, Flöte und viel Geschick den Engländern die Ankunft der Truppen aus Scituate vorgaukelten.

1827 wurde der Leuchtturm um 4,6 m erhöht, um die Tragweite zu verbessern. Die Mauern wurden nicht in Granit sondern in Ziegelstein ausgeführt. 1834 verstarb Simeon Bates. Bei einer Leuchtturm Revision im Jahr 1838 wurde bei sein Nachfolger große Mängel festgestellt. Unter anderem sei das Feuer in einem schlechten Zustand und er hätte über dem An- und Umbau des Hauses seine Pflichten am Leuchtturm vernachlässigt. Auch der zweifelhafte Betrieb zweier Feuer in selben Turm wurde bemängelt, aber eine Veränderung der Beleuchtung erfolgte nicht. Auch nach der Erneuerung des Leuchtapparat 1841 wurden keine Änderung vorgenommen. Das Haus wurde nicht saniert, da inzwischen Pläne zum Bau eines Leuchtturm auf Minots Ledge in Arbeit waren. Dieses Feuer würde Cedar Point auf längere Sicht überflüssig machen. 1847 wurde mit dem Bau begonnen und 1850 ging der erste Leuchtturm von Minot's Ledge in Betrieb.

Offiziell wurde Cedar Point daraufhin gelöscht, doch schon 1852 wurde der Cedar Point wieder in Betrieb genommen, da ein Sturm den Turm auf Minots Ledge fortgespült hatte. 1855 wurde der Turm sogar mit einer neuen Fresnellinse ausgestattet. Er zeigte nun ein einzelnes rotes Festfeuer. Allerdings nur kurz denn am 15.11.1860 wurde die Linse samt Laterne auf den neuen Minots Ledge Turm verbracht und dort noch am selben Tag in Betrieb genommen. Die Hafeneinfahrt wurde nun mit einem kleinen Gittermast auf der Südspitze von Cedar Point befeuert. Auf dem Turm wurde es für lange Zeit duster, es waren wahrscheinlich die Fischer von Scituate und nicht die Geister der Bates Schwestern, die zeitweise wieder ein rotes Licht im Turm unterhielten.

1904 wurde der Gittermast vom Sturm zerstört und daraufhin durch ein größeres kerosinbefeuertes Licht ersetzt. Die zuständigen Wärter lebten nach wie vor im Wärterhaus, bis sie 1924 wegen einem automatischen Acetylenbrenner nicht mehr vor Ort gebraucht wurden.

Die 'Daughters of the American Revolution' waren die ersten die sich 1907 um den Erhalt des Turmes sorgten. Mit einer Petition vor dem Kongress versuchten sie den Turm zu retten. Bis 1912 passierte aber erstmal nichts, anschließend sollte das Gelände öffentlich versteigert werden. Das konnte durch Initiative der Bürger von Scituate, darunter auch der Großneffe der Bates-Schwestern und Ihren Senator verhindert werden, so dass die Stadt den Leuchtturm 1916 von der Bundesbehörde für 4000 $ erweben konnte. 1930 wurde der geköpfte Turm dann wieder mit einem Laternenhaus versehen, Begründung: "the lighthouse should be well kept and in pleasing looking condition" für den Ruf der Stadt. Aber erst 1968 wurde mit der ernsthaften Sanierung der Gebäude durch die Scituate Historical Society begonnen. Das Wärterhaus wird seit dem von ehrenamtlichen Leuchtturmwärtern bewohnt, die die Anlage in Ordnung halten und so vor Schäden und Vandalismus bewahren. Außerdem sind sie für Führungen, und andere kleine Aufgaben am Turm zuständig.

1956 bekam der Leuchtturm Gesellschaft der anderen Art: am 16.3. strandete der Frachter Etruro in einem Blizzard unmittelbar vor dem Turm wo er bis Dezember blieb bevor er freigeschleppt werden konnte

1987oder 88 wurde Cedar Point als Old Scituate Light in das 'National Register of Historic Places' aufgenommen. Als der Turm 1991 wieder beleuchtet wurde bekam die Laterne auch wieder ein eine Kugelspitze, die zur Ventilation des Laternenhauses dient. Allerdings war das Licht zunächst nur vor der Landseite aus sichtbar. Bis zum August 1994 als der Turm als private Navigationshilfe klassifiziert wurde, seitdem zeigt Cedar Point ein weißes Blitzfeuer mit 4 sm Tragweite. 2004 musste die äußerste Schicht des Ziegelmauerwerks ersetzt werden, da sich die Steine nach 177 Jahren unter Salzeinfluss zersetzt hatten. 2009 wurde die heutige 'Leuchtturmwärterfamilie' unter ca. 100 Bewerbern von der Scituate Historic Society ausgesucht. Sie schreiben einen interessanten Blog über das Leben im Leuchtturm. Und über die Stürme die das Anwesen in den letzten Jahren heimsuchten und teilweise zu heftigen Überflutungen in der Nachbarschaft führten.

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